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Der Verbrennungsprozess

Der Krangreifer transportiert den Abfall in den Einfülltrichter, von wo aus er über eine „sanfte Beschickung“, in einem gesteuerten, kontrollierten Vorgang auf den Rückschub-Rost aufgegeben wird. So wird eine schnelle und unkontrollierte Zündung vermieden und die Schadstoffproduktion minimiert.

Verbrennungsprozess Linien 1 und 2
Linien 1 und 2, Verbrennungsprozess

Der Rückschub-Rost ist in Müllflussrichtung geneigt und besteht aus mehreren treppenförmig angeordneten Roststufen. Jede zweite Roststufe wird entgegen der Rostneigung langsam auf und ab bewegt, die Brennschicht hierdurch ständig geschürt, umgewälzt und heiße Glutmasse mit dem neu zugeführten Abfall gemischt.

Bereits am Rostanfang beginnt der Abfall intensiv zu brennen und es entwickelt sich eine Brennschicht mit Temperaturen über 1000 °C, die sich bis ca. zur Rostmitte erstreckt. In einer langsamen und gleichmäßigen Misch- und Wälzbewegung der Brennschicht zum Rostende hin verbrennt der Abfall zu einer mineralischen Schlacke ohne organische Bestandteile. Nach dem Aufheizvorgang bei der Inbetriebnahme mittels Erdgas ist für den weiteren Verbrennungsvorgang kein zusätzlicher Brennstoff erforderlich (selbstgängige Verbrennung).

Die durch die Verbrennung entstehenden Gase werden durch Sekundärluft und Rezirkulations-Abgas verwirbelt und in der Flammenspitze bei über 1000 °C ausgebrannt.

Kamerageführte Feuerungsregel

Feuerungsregelung der Linien 1 und 2
Feuerungsregelung der Linien 1 und 2

Die elektronische kamerageführte Feuerungsregelung in Verbindung mit der Feuerraum-Temperaturüberwachung steuert vollautomatisch die Beschickung, den Schürzyklus des Rückschub-Rostes und die Zugabe von Primär- und Sekundär-Verbrennungsluft. Die Feuerungsregelung wurde durch eine Infrarot-Kamera erweitert, die in der Kesseldecke über dem Rost eingebaut ist. Sie beobachtet die Hauptverbrennungs-Zone und erfasst und steuert die Temperaturen der Brennbett-Oberfläche. Dies führt u. a. zu einem gleichmäßigen Ausbrand der Schlacke.

Die Steuerung erfolgt vollautomatisch über den zentralen Leitstand, wobei die wichtigsten Regelgrößen die erzeugte Dampfmenge, die mit dem Infrarot-Pyrometer gemessene Temperatur der Verbrennungsgase, der Sauerstoffgehalt des Abgases und die Verteilung der Temperatur des Brennbettes sind.

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